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Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat

Bei Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat han­delt es sich um enzy­ma­tisch gelös­tes Kol­la­gen vom Typ 1. Die­ses Kol­la­gen ist auch Bestand­teil der mensch­li­chen Haut und der Kno­chen. Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat besteht aus soge­nann­ten Pep­tiden (orga­ni­sche Ver­bin­dung) und ist reich an spe­zi­fi­schen Ami­no­säu­ren wie Argi­nin und Pro­lin, wel­che im Wund­hei­lungs­pro­zess essen­ti­ell für den Wie­der­auf­bau von Gewe­be sind. Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat ist auf­grund sei­nes gerin­gen Mole­ku­lar­ge­wichts leicht ver­dau­lich und resor­bier­bar, mit anschlie­ßend guter Ver­tei­lung im mensch­li­chen Orga­nis­mus.

Kol­la­gen in Ver­let­zungs­pha­sen

Die beson­de­re Wir­kungs­wei­se von Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat in Ver­let­zungs­pha­sen kann damit begrün­det wer­den, dass die Kol­la­gen­pep­ti­de direkt die Pro­duk­ti­on von neu­em Kol­la­gen, Elas­tin und Hyaluron­säu­re sti­mu­lie­ren und damit neu gebil­de­tes Gewe­be fes­ti­gen. Außer­dem lie­fern die frei­en Ami­no­säu­ren der Kol­la­gen-Pep­ti­de die Grund­bau­stei­ne für die Bil­dung der Kol­la­gen- und Elast­in­fa­sern. In die­sem Kon­text fan­den Oes­ser und Bel­lo (2006) her­aus, dass das sup­ple­men­tier­te Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat den Darm als kom­plet­tes Pep­tid pas­siert, im Knor­pel­ge­we­be akku­mu­liert und die Pro­duk­ti­on von Typ-2-Kol­la­gen und Pro­teo­gly­ca­nen in der extra­zel­lu­lä­ren Matrix anregt. In einer dop­pelt­ver­blin­de­ten, pla­ce­bo­kon­trol­lier­ten Unter­su­chung wur­de nach­ge­wie­sen, dass 15g Gel­an­ti­ne (Kol­la­gen) ange­rei­chert mit 48mg Vit­amin C die Kol­la­gen­syn­the­se nach einer sechs minü­ti­gen Belas­tung um das Dop­pel­te erhöh­ten. Eine Sup­ple­men­ta­ti­on mit Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat führt dem­nach zu einem erhöh­ten Kol­la­gen­con­tent und damit zu mecha­ni­schen Vor­tei­len. Ein 24-wöchi­ges, ran­do­mi­sier­tes kli­ni­sches Tri­al, durch­ge­führt an Ath­le­ten, wies außer­dem nach, dass 10g Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat­bei bei 78% der Pro­ban­den zu einem signi­fi­kant gerin­ge­ren Knie­schmerz führ­te.

Dosie­rung

Für den ver­letz­ten Ath­le­ten rei­chen 10–15g Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat pro Tag, idea­ler­wei­se vor der Belas­tung ein­ge­nom­men, um die Kol­la­gen­syn­the­se und damit die Rege­ne­ra­ti­on der ver­letz­ten Struk­tu­ren zu unter­stüt­zen. Idea­ler­wei­se soll­te das Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat mit min­des­tens 50mg Vit­amin C ange­reicht sein — Vit­amin C in Form von Ascor­bat hilft hier, einen Teil des Pro­kol­la­g­en­zy­klus zu stüt­zen. Da sich Kol­la­gen in den Bin­de­ge­webs­struk­tu­ren der Tie­re befin­det (Seh­nen, Knor­pel etc.) und die­se unger­ne ver­zehrt wer­den, wird dem ver­letz­ten Ath­le­ten ange­ra­ten, ein Kol­la­gen­hy­dro­ly­sat zu sup­ple­men­tie­ren

Info zum Autor:

Mein Name ist Alex­an­der Pans­kus, 26 Jah­re alt. Von Beruf bin ich Sport- und Spa­nisch­leh­rer. Neben­be­ruf­lich bin ich als Per­so­nal Trai­ner tätig mit dem Schwer­punkt Cross­Fit Com­pe­ti­ti­on und Ernä­rung. Sel­ber bin ich ambi­tio­nier­ter Cross­Fit Ath­let.

Lite­ra­tur

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